Institut  für  Naturheilkunde  und  Biokybernetik
Dresden

Kopfschmerzen  - der Spannbetoneffekt


Bild 1 Brücke

Bild 2 Spannbeton





Bild 3 Bandscheibe, Wirbel

Migräne-, Kopfschmerzen in einer Minute beenden?
Wie das funktioniert erklärt der Spannbetoneffekt (Bild 2).

Belastet man eine  zwischen zwei Stützen waagerecht frei liegende Betonplatte (Bild 1), so würde diese schon bei geringer Belastung brechen. Die Biege- und Zugfestigkeit von Beton ist gering. Um diese zu erhöhen wird der Beton zwischen zwei Spannplatten durch die unter Zug gesetzten Seile unter Spannung zusammengedrückt, damit er höhere Biege- und Zugspannungen aushält.

Lockert man an einem Ende die Seile, so ist auch die Spannung an beiden Enden verschwunden, der Beton ist spannungslos und die Brücke bricht bei geringster Last.

Lockert man an einem Ende der Wirbelsäule die Muskelketten, so ist auch die Spannung am anderen Ende verschwunden, der Druck auf die Bandscheiben ist weg und der Kopfschmerz auch.

Die Wirbelsäule wird durch Muskelketten zusammengehalten (Bild 3).  Kopf, Zehen und Wirbelkörper entsprechen den Spannplatten, die Muskulatur den Seilen, die Bandscheiben dem Beton. Die Muskulatur drückt aber nun nicht auf Beton, sondern auf die weiche Bandscheiben und damit auf die Nerven, die die Ver- und Entsorgung der Organe, der Haut, des Bindegewebes, der Muskulatur, des Skelettes regeln. Im Gegensatz zur Brücke muss die Wirbelsäule spannungslos sein.

Die Muskelspannungen an einer Bandscheibe sind meistens unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig, so dass die Wirbel  meist schief stehen (Bild 3). Das hat zur Folge, dass einmal die Bandscheibe bis zum Bandscheibenvorfall  herausgedrückt werden kann  (1) oder die die Organe versorgenden Nerven gedrückt werden (2). Damit wird die Versorgung der Organe herabgesetzt, so dass diese mit der Zeit gestört werden und damit sich pathologisch verändern können. Es verändert sich nicht nur die Empfindlichkeit der Reflexzonen, sondern auch die Haut, die unter anderen an den Zehen Keratosen bildet, die wie Narben als Störfelder wirken. In der Folge treten die verschiedensten Beschwerden auf, die sich dann von einer funktionellen in eine pathologische Störung verändern können.

Damit sind Kopfschmerz und Migräne, wie alle funktionellen Krankheiten ein "ganzheitliches" und kein eigenständiges Problem, sondern der Hinweis auf mindestens beginnende andere organische Probleme.

Die für bestimmte Kopfschmerzen und Migräne verantwortlichen Muskelketten beginnen an den Zehen und enden am Kopf, u.a. an den 2 hervorstehenden Processus mastoideus (Mastoid, Warzenfortsatz). Bei einer Verspannung der Rückenmuskulatur sind diese hervorstehenden 2 Warzenfortsätze am Hinterkopf druckdolent.


Bild 4

Manchmal muss man sehr kräftig Drücken um den Schmerzpunkt zu finden, manchmal ist er geschwollen. Mit der Druckdolenz stehen verschiedene Kopfschmerzarten in Verbindung, die gleichzeitig auf andere Probleme der Wirbelsäule hinweisen. Löst man diese muskuläre Verspannungen durch entblocken der Zehen, d.h. am anderen Ende der Muskelkette durch drehen, wringen, ziehen, sowie entfernen der Hautveränderung an den seitlichen Enden der Zehennägel (Keratosen, nicht abschneiden sondern abziehen) so verschwindet die Druckdolenz und die Quellung am Mastoid pro Seite und damit im gleichen Moment die Kopfschmerzen halb- oder ganzseitig.

Die Zehen sind bei Beginn des Entblockens sehr schmerzhaft und verlieren am Ende diese Schmerzhaftigkeit. Das ist aber auch eine eindeutige Aussage über die Größe der Verspannung der Rückenmuskulatur.

Viel weniger schmerzhaft ist es es, wenn man die oben genannten "Seile" am anderen Ende lockert. Das geschieht über die von der HWS (Halswirbelsäule) innervierten Finger durch drehen, wringen, ziehen. Danach sollte man aber auch die Zehen deblockieren, was nach der Entblockung der Finger evtl. weniger schmerzhaft ist und länger anhält. Man kann natürlich die Muskelketten (Seile) direkt am oberen Ende lösen, d.h. am Warzenfortsatz. Das dauert aber viel länger und hält nicht so lange. Die Steuerung der Muskelkette hat auch eine Punkt unter der Innenseite der Augenbraue über die man mit Akupressur eine Erleichterung erreichen kann.

Beine und Arme sind reglungstechnisch gekoppelt. Wenn sie gehen und das rechte Bein vorsetzen geht automatisch der linke Arm nach vorn. Versuchen Sie gleichzeitig rechtes Bein und rechten Arm nach vorn zu bewegen, haben Sie damit Schwierigkeiten. Diese Verkopplung läuft auch über die HWS.  Deshalb funktioniert die Entspannung auch über die Entblockung der Fingerglieder, die nicht so schmerzhaft ist, wie die an den Fußzehen. Es ist deshalb empfehlenswert erst die Finger zu Entblockung durch ziehen, drehen, wringen und dann die Zehen, die dann nicht mehr so sehr schmerzen. Die richtige Deblockierung ist daran zuerkennen, dass Zehen und Finger beim ziehen, drehen, wringen nicht mehr schmerzhaft sind.

Je besser Sie diese Technik beherrschen, um so länger hält die Wirkung an.

Weitere notwendige Informationen siehe Kopfschmerzen2